Briem Steuerungstechnik GmbH

GRM – Ganzheitliches Reinraum Monitoring

für die Reinraumtechnik in der Pharmaindustrie, Medizintechnik und Biotechnologie sowie für Apotheken und Labore

Ein effektives Monitoring betrachtet den Reinraum ganzheitlich.

ApBetrO und Monitoring

Schreibt die neue Apothekenbetriebsordnung ( ApBetrO ) ein GMP konformes Monitoring zur Überwachung der Umgebungsbedingungen (Raumdrücke, ggf. Temperatur, Feuchte und Partikelkonzentrationen) bei der Defektur-AM und der Herstellung von Parenteralia vor?

ApBetrO – wann greift diese?
Verordnung gilt nicht bei Vorliegen einer Herstell- oder Einfuhrerlaubnis (§13, §72 AMG) und bei Vorliegen einer Großhandelserlaubnis für AM (§52a, AMG). Hier gelten AMWHV und Betriebsverordnung für Großhandelsbetriebe.( → „Hunderter Regel“)

§2a – Qualitätsmanagementsystem
Muss vorhanden sein (jedoch nicht zertifiziert werden, da es der Aufsichtsbehörde unterliegt), sofern Defektur-AM, Parenteralia hergestellt werden oder maschinelle Verblisterung durchgeführt wird.

(1) Die Apotheke muss über ein funktionierendes QMS verfügen. Das QMS muss insbesondere gewährleisten, dass die AM nach Stand der Wissenschaft und Technik hergestellt, geprüft und gelagert sowie Verwechslungen vermieden werden. Im Rahmen des QMS müssen betriebliche Abläufe festgelegt, eingehalten und dokumentiert sowie regelmäßig überprüft und erforderlichenfalls aktualisiert werden.

Fazit: Herstellung und Lagerung muss nach Stand Technik und Wissenschaft erfolgen Stand Wissenschaft und Technik ist dass die Umgebungsparameter der kritischen Produktion festgelegt werden müssen (validiertes Verfahren). Ein Reinraum-Monitoring nach GMP kann diese Parameter perfekt überwachen, dokumentieren und bei Abweichungen warnen.

§35 – Herstellung von Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung
Anforderungen orientiert am Arzneibuch und an Leitlinien des Bundesverbandes deutscher Krankenhausapotheken

⇒ Diese setzen voraus, dass die GMP-Richtlinien angewendet werden, vor allem der Einsatz qualifizierten Personals und adäquater Räumlichkeit, eine geeignete Ausstattung für die Herstellung, validierte Verfahren für alle kritischen Herstellungsschritte und die Aufzeichnung der Umgebungskontamination sowie Inprozessverfahren.

(3) Herstellung von Parenteralia nur in separatem Raum, der nicht für andere Tätigkeiten genutzt werden darf. Zugang und Materialeinbringung ausschließlich über Schleusen, die für die Aufrechterhaltung der im Herstellungsraum erforderlichen Reinraumklasse geeignet ist.

(4) Nicht endsterilisierbare bzw. nicht im geschlossenen System hergestellte Produkte sind in RR-Kl. A (gemäß GMP-Leitfaden) herzustellen, Umgebung RR-Kl. B (C möglich, aber nur mit Validierung als Nachweis der Unbedenklichkeit), bei Isolator Umgebung RR-KL. D. Bei endsterilisierbaren Produkten RR-KL. D, Abfüllung in RR-KL. C.

(5) Die Reinraumbedingungen sind durch geeignete Kontrollen der Luft, kritischer Oberflächen und des Personals anhand von Partikel- und Keimzahlbestimmung während der Herstellung zu überprüfen. Vom verantwortlichen Apotheker sind dafür entsprechende Warn- und Aktionsgrenzen festzulegen.

Fazit: Die Anforderung der Aufzeichnung der Umgebungsbedingungen weißt eindeutig auf ein technischen System hin welches kontinuierlich zumindest während der Dauer der Produktion diese Parameter (Raumdrücke, ggf. Temperatur und Feuchte und Partikelkonzentrationen sowie Gerätetemperaturen) aufzeichnet. Hiermit gelingt auch der Nachweis dass die Aufrechterhaltung der Reinraumklassen (Raumdrücke, Partikelzahl im Steril Bereich / Umfeld) erfolgt. Das System kontrolliert anhand von im Vorfeld festgelegter Parameter (Warn- und Aktionsgrenzen) ob diese eingehalten werden. Abweichungen werden sofort gemeldet und dokumentiert.

Unterscheidung zwischen „kritischen“ und „unkritischen“ Produkten

  • Bei unkritischen Produkten gelten im Allgemeinen die gleichen Vorgaben wie bisher
  • Bei kritischen Produkten und Verfahren gelten nun die GxP-Grundsätze, z.B. ist ein QMS Pflicht
  • Alles, was die „Hunderter Regel“ überschreitet, erfordert nun eine Zulassung nach §13 AMG (Die sogenannte Großherstellung gibt es im Apothekenbetrieb nicht mehr)

 

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